Thermalbäder in Ungarn
Ungarn ist außerordentlich reich an heilkräftigen Thermalwasser - Vorkommen. Aus natürlichen Quellen und gebohrten Brunnen werden täglich fast eine halbe Million Kubikmeter Thermalwasser gewonnen. Insgesamt gibt es ca. 1.100 genutzte Quellen und 450 Thermalbäder/Thermalhotels, von denen etwa ein Drittel in diesem Jahrhundert entstanden sind. Eingeführt wurde die Badekultur durch die Römer während im Mittelalter die Türken prächtige Bäder erbauten. Teilweise sind die Ruinen und Thermen noch heute in Budapest, in Óbuda das Aquincum, zu bewundern. Die heilenden Badekuren haben in Ungarn somit seit jeher eine jahrhundertelange Tradition.
Übersicht der wichtigsten Thermalbäder
Mosonmagyaróvár Thermalbad
In den offenen und überdachten Schwimmbecken, die auch gestufte Wassertemperaturen besitzen, finden die Freunde des Wassersports, im Heilbecken die Erholungsbedürfigten, im Kinderbecken die Kleinen Möglichkeiten zur Entspannung, Erfrischung, Heilung und zum Spiel. Das an gelöstem Salz reichem, Alkalihydrogenkarbonat und Chlorid enthaltendem Warmwasser zählt zu den fünf, am besten wirkenden europäischen Wässern seiner Art. Infolge seiner chemischen Zusammensetzung eignet sich das Heilwasser für die Behandlung nachstehender Krankheitsgruppen:
1. Badebehandlung bei:
- abartigen Knochen- und Gelenksbeschwerden
- chronischen entzündungsartigen Gelenks- und Muskelerkrankungen (rheumatischen Krankheiten)
- Nachbehandlung von aus einem Unfall resultierenden Leiden der Bewegungsorgane
- Bei chronischen entzündlichen Frauenkrankheiten
2. Inhalation:
- bei chronischen Bronchialkatarrh (z. B. Bronchialkatarrh der Raucher)
- in gewissen Fällen von Lungenemphysemen
- bei Erkrankungen chronischer Art der Rachen- und Nasennebenhöhle
3. Trinkkur:
- chronische Verdauungsstörungen (Magensäuremangel, Magensäurehypertrophie, chronischer Darmleiden, Obstipation, chronische Gallenblasenentzündung)
- als Vorbeugung bei Zahnkaries der Kinder (auf Grund des Floridgehaltes des Wassers)
- bei gewissen Schilddrüsenleiden und bei beginnender Arterienverkalkung
Die Analyse des Thermalwassers | ||||
Komponenten: | mg | mg-Aquivalent | Than-Äquivalent % | |
Natrium | Na | 1740,80 | 75,96 | 98,77 |
Kalcium | Ca | 6,80 | 0,34 | 0,44 |
Magnesium | Mg | 1,00 | 0,08 | 0,10 |
Eisen | Fe | 0,10 | ||
Ammonium | NH4 | 9,60 | 0,53 | 0,69 |
Kation | 1758,30 | 76,64 | 100,00 | |
Chlorid | Cl | 1145,00 | 32,29 | 42,13 |
Jodid | J- | 1,93 | 0,01 | 0,01 |
Fluorid | F- | 4,50 | 0,24 | 0,31 |
Hydrogenkarbonat | HCO3 | 2690,00 | 4,10 | 57,53 |
Anion | 3841,42 | 76,64 | 100,00 | |
Metaborsäure | HBO2 | 5,00 | ||
Metakieselsäure | H7SIO3 | 60,84 | ||
freie Kohlensäure | CO2 | 5 665,56 | 153,28 | |
Sauerstoff-Verbrauch | O2 =2,80 mg/ liter | |||
Tiefe der Thermalquelle | ca. 2000 m | |||
Temperatur des Thermalwassers | 74 Celsius | |||
Becken | ||||
50 m Schwimmbecken | 25-27 °C | |||
33,5 m überdachtes Schwimmbecken | 25-27 °C | |||
Heilbecken | 35-37 °C | |||
Kinderbecken | 30-32 °C | |||
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Link: www.thermal-movar.hu (Vorschau)
Hinweise zu den Thermalbädern
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