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Kulturangebot

Hatvan liegt im westlichen Teil des Komitats Heves, am Fuÿe des Mátra Gebirges, am Rande der Tiefebene. Hinsichtlich ihrer geografischen Koordinaten befindet sie sich 47° 36'10'' nördlicher Breite, 19° 40'20'' östlicher Breite und 119 Meter über dem Meer. Sie ist die drittgröÿte Siedlung des Komitats hinsichtlich der Bevölkerungszahl, und grenzt an drei andere Komitate: Pest, Nógrád und Jász-Nagykun-Szolnok.
Hatvan ist von Budapest beziehungsweise von Füzesabony aus auf der Autobahn M3, von Miskolc auf der Landstraÿe 30, von Salgótarján auf der 21er und von Szolnok-Jászberény auf der 32er Verkehrsstraÿe zu erreichen. Aus denselben vier Richtungen empfängt Hatvan als Bahnknotenpunkt den Personen- und den Güterverkehr.

Die Siedlungsstruktur der Stadt weist drei deutlich voneinander zu unterscheidende Stadtteile auf: Alt-Hatvan (ÿhatvan) existierte bereits in historischen Zeiten, Neu-Hatvan (ÿjhatvan) entstand zum gröÿten Teil in den 1870-80er Jahren und wird vom Fluss Zagyva durchschnitten und schlieÿlich die ehemals selbständige Siedlung Kerekharaszt.

Hatvan hat 22 906 Einwohner und bildet zugleich das Zentrum der Kleinregion. In ihren Anziehungskreis gehören noch die Stadt Lorinci mit 6206 Einwohnern und elf Gemeinden, Apc 2776 Einwohner, Boldog 3166, Csány 2293, Ecséd 3529, Heréd 2052, Hort 3870, Nagykökényes 621, Petofibánya 3121, Rózsaszentmárton 2071, Szücsi 1687 und Zagyvaszántó 2124 Einwohner. Das Gebiet der Kleinregion umfasst 369,57 km2, die Bevölkerungszahl beträgt 56 422 (Angaben aus dem Jahr 2001).

Dank der günstigen Lage der Region, ihrem Reichtum an Naturschönheiten, der idealen verkehrsgeografischen Situation, der wachsenden wirtschaftlichen Kraft, der langen Tradition der Volkskunst und der Kultur, der Verstärkung der Erziehungs- und Bildungsbereiche, der hohen Arbeitskultur der hier Lebenden und der weitsichtigen Politik der Stadtregierung, die langfristige Investitionen anregt und fördert, lassen sich ausländische Unternehmen in immer gröÿerer Zahl hier nieder. Infolgedessen beträgt die Arbeitslosenzahl nur 6-7 Prozent, die eine der niedrigsten Raten im Komitat ist; dadurch erhielt die Kleinregion die Kategorisierung entwicklungsfähig.
Dieser Prozess kann sich potentiell noch beschleunigen, falls beträchtliches Kapital aus dem Ausland durch zielgerichtete Wirtschaftsentwicklungsaktivitäten in die Region flieÿt, oder wenn Unterstützungen aus den zentralen (aus dem Haushalt des Landes bzw. Komitats) Quellen herangezogen werden.

Der mittelrangig-zentralen Rolle entsprechend übt Hatvan eine Anziehungskraft auf die angrenzenden Siedlungen der Komitate Nógrád, Jász-Nagykun-Szolnok und Pest in den Bereichen Arbeitswesen, Handel, Dienstleistung, Bildung, Gesundheitswesen und zum Teil auch in der Kultur aus. Dagegen haben die Industriebetriebe von Budapest, Gyöngyös und Gödöllo eine Saugwirkung auf die arbeitsfähige Bevölkerung der Hatvaner Agglomeration.

Das Klima der Siedlung ist dank der Nähe des Mátra-Gebirges mild-kontinental. Da die Stadt sich in einem Tal befindet, bleibt die von den Industriebetrieben ausgestoÿene verschmutzte Luft im Talkessel hängen und verursacht in wachsender Zahl Atemwegserkrankungen. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt etwas unter dem Landesdurchschnitt. Die vorherrschende Windrichtung ist Nord-Nordwest. Hinsichtlich der Anzahl der unter Null Grad liegenden Tage ist es interessant, dass es sogar zwischen dem nördlichen und südlichen Teil der Siedlung Unterschiede gibt; im nördlichen Teil sind es im Jahr 110-120 Tage, wogegen im südlichen nur 100-110. Die Zahl der Gewittertage beträgt im Norden 40-44, im Süden 32-36
im Jahr.

Die Bevölkerung der Siedlung war immer von einer ungarisch muttersprachigen Mehrheit dominiert, die Präsenz anderer Nationalitäten beschränkte sich auf nur wenige Personen. Dagegen ist der Prozentsatz der Zigeunerbevölkerung bedeutend, auch wenn es hinsichtlich ihrer genauen Anzahl keine zuverlässige Angaben gibt. Nach Schätzungen lag am Ende der 80er Jahre das Verhältnis zur Gesamtbevölkerung bei 3%, das etwa 700-750 Personen entspricht, 2001 lag dieses Verhältnis bei 5-6%, das etwa 1280-1400 Personen ausmacht.
Bei den letzten drei Kommunalwahlen haben die Zigeuner immer eine Minderheitenverwaltung gewählt, die sich nicht nur den sozialen Problemen der Volksgruppe annimmt, sondern auch kulturelle, traditionsbewahrende und Sportprogramme für die Zigeuner zu organisieren versucht. Leider liegt der Anteil der Zigeuner unter den Arbeitslosen über dem Durchschnitt, da aus der älteren Generation viele nach der Grundschule direkt zu arbeiten anfingen und diese Schicht wurde nach der Wende unter den Arbeitnehmern der gröÿte Verlierer.

 

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