Sehenswürdigkeiten
Dobó Platz:
Der Hauptplatz der Stadt ist der Dobó Platz. Dieser war in früheren Zeiten der Marktplatz der Stadt. Auf dem Platz sind die Minoritenkirche und das Rathaus zu finden. Zwei Denkmalsgruppen sind auf dem Dobó Platz zu finden. An der Ostseite der Burg ist die Bronzstatue Dobó Istváns von Strobl Alajos aus dem Jahre l9o7 und vor dem Rathaus die Skulpturengruppe"Kämpfer der Grenzburg" von Kisfaludy Strobl Zsigmond aus dem Jahre l967 zu betrachten.
Hauptdom:
(Eszterházy Platz 2 ) An der Mündung der Hauptstraße, der Széchenyi Straße und dem ehemaligen Domkapitel, heute Kossuth Lajos Straße, auf der Anhöhe des Schmuckplatzes der Stadt, des Pyrker Platzes, steht der zur Ehrung der Evangelisten des heiligen Michaels und des heiligen Johannes geweihte Dom. Der zweitgrößte Dom des Landes ist die Basilika von Eger. Eger hat 1804 den Rang des Bischofs erhalten. Darauffolgend wurde sie auf die Bestellung des Bischofs von Eger, Pyrker János, hin auf Grund der Pläne von Hild János gebaut.
Die Zisterzienserkirche:
An der Ecke der Széchenyi und Bródy Sándor Straße steht die ehemalige Zisterzienserkirche. An der Stelle der Kirche stand ursprünglich ein mohamedanisches Minarett. Das Grundstück bekamen die Jesuiten, die 1699 begannen ihr Ordenshaus und ihre Kirche zu bauen. Das Ordenshaus war 1727 erbaut, in der Kirche wurden ab 1733 Messen gehalten, aber vollkommen wurde sie erst viel später beendet. Der Jesuitenorden wurde 1773 aufgelöst, die Kirche kam in die Handhabung der Zisterziener.
Griechisch-Orthotoxe (Serbische) Kirche:
Serbische Familien ließen sich in größerer Zahl zur Zeit der Türkenherrschaft in Eger nieder. Ab dem XVII.Jahrhundert benutzte die Augustinerordnung die mittelalterliche Kirche, welche anstelle der heutigen Kirche stand. Eine neue Kirche wurde erst viel später, am Ende des XVIII.Jahrhunderts gebaut, für welche die persönliche Erlaubnis des Joseph II. nötig war. Die Kirche entstand nach 1789 als wahres Wunderwerk die Ikonostase. Es ist interessant, daß dies die einzige Kirche ist, welche der Stadt ihren Rücken zeigt.
Die Burg Eger:
König Stefan gründete 1009 das Bischofstum in Eger. Die in der ersten Zeit des Bischoftums gebaute Kirche ging beinahe spurlos zugrunde. Die Reste der am Ende des XII. Jahrhunderts gebauten neuen dreischiffigen Kirche im rumänischen Stil können auch heute noch besichtigt werden. Die derzeitige Burg wurde nach dem Tatarenzug gebaut und erlebte ihre Glanzzeit in der zweiten Hälfte des XV. Jahrhunderts; da wurde der Bischofspalast im gotischen Stil erbaut, welcher heute dem Burgmuseum Platz bietet. 1552 war Eger die Einzige, welche die Übermacht des Ansturms der Türken zurückschlagen konnte. Heute erwarten die burggeschichtliche Ausstellung, der Heldensaal, die Kasematten, die Bildergalerie, das Gefängnismuseum die Besucher. Neu sind der Ispotálykeller und die Münzerei.
Franziskanerkirche:
(Kossuth Str. 14) In der an Baudenkmälern reichen Kossuth Lajos Straße ist die Franziskanerkirche im Barokkstil zu finden. Ihr Grundstein wurde 1736 gelegt, ihr Meister war Giovanni Battista Carlone. Ihre Stirnseite und die zwei Türme wurden nach den Plänen von Nitsman János gebaut. Ihr Tor und die Statue Mater dolorosa schnitzte Giovanni Adami. Die Kirche ist vor allem wegen ihres Altars berühmt. Er ist die Schöpfung des Malers Kronewetter Pál und Bildhauers Steinhouser Antal. Das Ordenshaus wurde zwischen 1714 und 1749 erbaut, wo zum größten Teil noch immer die orginalen Zellentüren und Eisenbeschläge zu finden sind.
Komitatshaus:
Das Komitatshaus wurde zwischen 1749 und 1756 nach den Plänen von Gerl Mátyás erbaut. Seine bedeutendste Sehenswürdigkeit sind die beiden schmiedeeisernen Tore, welche der aus Würzburg nach Eger kommmende Fazola Henrik anfertigte.
Pädagogische Hochschule Eszerházy Károly
Das Gebäude des Lyceums wurde von 1765 bis 1785 erbaut. Die Pläne fertigte Gerl József an, an welchen Fellner Jakab nur wenig Veränderung vornahm als er die Leitung der Bauarbeiten übernahm. Laut den Plänen hätte das Gebäude einer Universität mit vier Fakultäten ein zu Hause zu geben, aber ihre Eröffnung genehmigte nicht Maria Teresia und auch Joseph II. nicht. Im Gebäude wurde so Theologie, Recht und Pädagogik unterrichtet. Im Gebäude wirkt zur Zeit die Pädagogische Hochschule Eszterházy Károly, sowie auch die hauptkirchliche Bibliothek bekam in dem ehemaligen Gebäude Platz.
Weinkeller des Schönfrauentales:
Der klassische Platz der weltbekannten berühmten Egerweine ist das Schönfrauental. Der beim Spaziergang der Stadtbesichtigung ermüdete Besucher kann in dem einen der in den Fuß der Hügel gegrabenen Keller einkehren, um sich auszuruhen. Die Keller wurden in das Rhyolithtuffgestein gegraben und die Wände bedeckt edler Schimmel. Die sogenannte Alte Reihe des Tales kam im XVIII. Jahrhundert zur Entstehung, aber die ersten Keller wurden wahrscheinlich noch früher gebildet.
Bischofsgarten:
Das Eigentum des Bischofs von Eger war der Garten, der wesentlich größer als sein jetziger Ausmaß war. Den Garten hat Erdödy Gábor zwischen 173o und 1735 gebaut und wurde 1769 eingezäumt. Das Schmucktor in der Klapka Straße steht auch jetzt noch. Das ist ein zweiflüliges Tor mit einem Eingang für Fußgänger in der Mitte, es wurde nach den Plänen von Francz József gebaut, das Gitter stellte Fazola Henrik her. Der Garten ist nach französischer Anordnung angelegt, darin sind mehrere jahrhundertalte Platanenbäume zu finden.











