Sehenswürdigkeiten

Der Petőfi Platz:
Der Platz vor dem Gebäude bekam seinen Namen nach unserem großen Dichter, Sándor Petőfi. Der Poet überstand den Winter 1843/1844 im an der Stelle des Bahnhofs stehenden Gebäude, im Haus der Theaterplatzanweiserin. Der amerikanische Bombenangriff von 1944 zerstörte das Haus, an seiner Stelle wurde der heutige Bahnhof aufgebaut. Die Denktafel, die im rechten Flügel des Bahnhofgebäudes ist, bewahrt das Andenken des Dichters, so wie  auf dem Platz seine Statue von Ferenc Medgyessy. Es lohnt sich, die Stadt vom Petőfi Platz ab in die Richtung des Hotels Aranybika zu entdecken.


Die Iparkamara Straße:
Auf der linken Seite befindet sich das höchste Gebäude der Stadt, ein zwanzigstöckiges Wohnhaus. Die erste Straße nach der  Kreuzung rechts ist die Iparkamara Straße, an ihrer Ecke steht das Gebäude der ehemaligen Handels- und Industriekammer in eklektischem Stil aus dem Jahre 1910. Auf der Kuppel des jetzt von der Cívisház AG (städtische Immobilienverwaltungs- AG) benutzten Gebäudes ist ein Globus zu sehen, der von 3 Frauenfiguren gehalten ist. Die zwei Figuren des Rundbalkons sind die den Handel symbolisierende Frau in der Hand mit dem Zeichen von Merkur und der die Industrie symbolisierende kräftige Mann.


Die Piac ( Markt ) Straße:
Die Hauptsraße der Stadt wurde in der Blütezeit des Debrecener  Handels, zur Zeit der tausenderlei Produkte anbietenden spätmittelalterlichen Messen, Märkte zur Piac Straße. Ihr Bauprofil begann sich erst am Anfang des 19. Jhs. auf Wirkung des Klassizismus zu gestalten und wurde am Anfang des 20 Jhs. im Stil der Sezession und des Eklektizismus endgültig.


Die Gedenktafel von Mihály Fazekas:
Nach der Aussage der Gedenktafel des Hauses in Piac Straße 58. lebte  der Autor von Lúdas Matyi, Mihály Fazekas im Haus an der Stelle des Gebäudes. Die Reliefs sind die Werke des Vaters von Árpád Tóth, András Tóth. Sie stellen fünf Szenen von Lúdas Matyi dar, eins setzt der Freundschaft von Fazekas und Csokonai ein Denkmal. An den Botaniker Mihály Fazekas erinnert uns der auf der Vármegye Straße, an der Stelle des ehemaligen Gartens des Gelehrten-Dichters ausgestaltete kleine Gedenkgarten.
Das Komitatshaus
Unter Nr. 54. steht eines der schönsten ungarischen sezessionistischen Gebäude. Das ehemalige Komitatshaus von Hajdú wurde 1911/1912  - den Plänen von Zoltán Bálint und Lajos Jámbor gemäß – gebaut. Auf diesem Grundstück stand lange Zeit das erste Gasthaus von Debrecen, der Fejérló  (Weißes Pferd) Gasthof.
Bis hierher dehnte sich die historische Innenstadt aus, hier war nämlich das Ende der 670 M langen Holzbrücke, die von der Großkirche gebaut wurde und auf der die Bürger mit trockenen Füßen spazieren konnten, wenn alles schlammig war. Der Holzbau stand bis 1824, dann wurde die Hauptsraße kanalisiert.
Die Teile der Holzbrücke deckten während der Grabungen von 2002 die Mitarbeiter des Déri Museums auf, sie stellten sie vor dem Hotel Aranybika in einem Schaukasten in die Erde versenkt öffentlich zur Schau. Die Miklós Wesselényi Nationaltheatergesellschaft auf dem Hof des Gasthauses Fejérló hielt die erste offizielle ungarische Theatervorstellung der Stadt auf der Bühne des Gasthofes. Am 11. August 1798 sprach hier zum zweiten Mal nach Klausenburg der Hamlet auf Ungarisch. Die Vorstellungen waren mit dem Feuerbrand von 1811 zu Ende. 1849 zog der berühmte Zigeunerprimas, Károly Boka hierher vom Hotel Aranybika, um Kossuth zu musizieren.
Debrecen wurde 1876 zum Verwaltungszentrum des Komitats Hajdú. Das Komitat wuchs am Anfang des 20. Jhs. aus dem ehemaligen Haus heraus, an dessen Stelle wurde 1912 das neue Komitatshaus fertig. Seine Fassade ist sehr gegliedert und sie ist durch die Pierogranitornamentmotive der berühmten Pécser Zsolnay Fabrik, die Festons und die vier bewaffneten Heyduckstatuen noch wertvoller. Auf der Spitze des Husarenturms steht die Bronzestatue von Fürsten Árpád, in der Mitte der Fassade ist das Wappen des Komitats Hajdú zu sehen. Der Festsaal des Gebäudes ist der Árpád Saal, dessen Wände und Decke Stucke und Wappen der Komitatssiedlungen verzieren. Den meisten Wert haben aber die bunten Fenstergläser den Plänen von Károly Kernstock gemäß, die die sieben Landnehmenden Fürsten darstellen. In diesem Saal hält ihre Generalversammlungen die Komitatsselbstversammlung.
Mór Jókai, Zsigmond Móricz:
In der Miklós Straße 9. wohnte 1849 Mór Jókai. Jókai der Transdanubische hatte die Stadt sehr gern, obwohl er nur ein halbes Jahr hier als Journalist arbeitete. In seinen vielen Werken stellte er Debrecens altes Bild, die Porträts der Cívis Bürger dar wie z.B.  Erinnerungszeile, Tagebuch von 1848-49, Es bewegt sich die Erde doch, der Debrecener Lunatikus, die Kleinkönige, Himmel kämpfendes Frauenherz, Gelbe Rosa.

In der Miklós Straße 12. wohnte zwischen 1893 und 1894 Zsigmond Móricz als Schuljunge.


Sezession auf ungarischer Art:
Die Kennzeichen der echt ungarischen Sezession trägt das Haus in der Piac Straße 26-28., das 1912-13 den Plänen von Károly Pavlovics gebaut wurde. Das stand an der Stelle des ehemaligen Szikszai oder Dobozi Hauses, es wurde aus dem ehemaligen Herrenhaus von Bálint Török und war das erste Steingebäude der Stadt. Hier wartete auf den Großherrn Bálint Török, der im Siebenturm in Istambul gefangen war, seine Frau neun Jahre lang umsonst. Im 17. Jh. wurde das die Residenz des Hauptrichters, von hier begleitete man den Märtyrer-Vorstand Mihály Vígedvű zum Weg. Um 1700 gehörte es dem berühmten Hauptrichter der Kurutzenzeit, István Dobozi. Von  dem Hauptrichter István Duskás kaufte es ein reicher Kaufmann am Anfang des 18. Jhs.


Das Rathaus:
Eines der kennzeichnendsten Baudenkmäler von Debrecen ist das klassizistische Rathaus. Das frühere wurde 1531 gebaut und gab der Stadtregierung Heim. Jahrhundertelang wurde es renoviert und verbessert, bis 1802 die Sache zur guten Hand geriet: Mihály Péchy machte den ersten Plan, aber zur Verwirklichung gab es kein Geld genug. Auch die Arbeit von Ferenc Povolny führte man nicht in ursprünglicher Form durch, zum Schluss nahm man die Pläne von József Ságody, Kammeringenieur ab, der die Vorstellungen von Povolny weiterdachte.
Die Schlüssel des imposanten arkadengeschmückten Gebäudes konnte die Stadtregierung im Jahre 1843 erhalten. 1849 wohnte hier Lajos Kossuth mit seiner Familie und hier war auch das Amt des Verteidigungskomitees. In dem „geheimen” Archiv bewahrte die ungarische heilige Stephanskrone.
Dem puritanischen Geschmack des Klassizismus gemäß verziert nur ein Ornament das Tympanon, das Wappen der Stadt.
Die Stadt wuchs bis 1888 das einstöckige Rathaus hervor. Sie brauchte ein neues Gebäude aber ohne Geld verzichtete man auf die Pläne, und es wurde umgebaut. Es wurde ein vereinfachter Anlauf gebaut, der offene Wandelgang wurde eingemauert, mit Fenstern versehen und durch einen Außengang mit dem Nachbargebäude verbunden, wo damals das Steueramt war. So benannte man es Seufzerbrücke. Das Gebäude funktioniert auch heutzutage als Rathaus.
Ab 16. Jh. war dieses Gebäude das Herz von Debrecen. Der mit vielen Rechten ausgestattete Magistrat war Herr über Leben und Tod, an der Spitze mit dem Hauptrichter. Als treuer Anhänger von Kalvin wachte er streng auch über das bürgerliche Familienleben. Zur Beherrschung der Feuerbrände wurden strenge Maßnahmen getroffen, so konnte Debrecen seine Verbindungsrolle unter den Gebieten des zerrissenen Landes bewahren.

Die Kossuth Statue:
Im Zentrum steht die Statue von Lajos Kossuth, die Ede Margó und Szigfrid Pongrácz aufgrund ihrer preisgekrönten Abhandlung geschaffen haben. Unter den Hauptfiguren des Werkes befindet sich Imre Szacsvay, der als Notar der Landesversammlung der Verfasser der Unabhängigkeitserklärung war und er musste es mit dem Leben bezahlen. Neben ihm steht die Statue von Baron Zsigmond Perényi, dem Vizepräsidenten der Magnatentafel. 1849 wurde auch er hingerichtet. Hinter ihnen erhöht sich die Figur von Mihály Könyves Tóth, Feldgeistlicher von den Kossuth Anhängern, der auch zum Tode verurteilt wurde, aber er konnte schließlich sein Leben mit sechs Jahren Festungsstrafe ablösen. Von der Figur von Kossuth   rechts nimmt der Fahnentragende Soldat des Rotmützenregiments von seiner Mutter in die Schlacht ziehend Abschied.

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