Szechenyi Platz:
Beginnen wir unseren Spaziergang auf einem der schönsten und größten Plätze von Mitteleuropa, auf dem Szechenyi Platz. Die von raren Baumarten bestandenen Parkteile wurden von als richtige Kunstwerke Geltenden Denkmälern geschmückt. Auf der Seite zur Theiß kann man das Denkmal von Istvan Szechenyi aus weißem Carrara-Marmor sehen. Von den Gebäuden des Platzes ist das Tisza Hotel erwähnenswert, das eine literarische, geschichtliche und Kunstgedenkstätte ist. Zahlreiche Schrifsteller, Dichter und Komponisten waren hier Gäste. An der Westseite des Platzes, neben dem Rathaus steht das im klassizistischen Stil gebaute Zsoter Haus, das für die berühmte Szegeder Familie, für die Familie Zsoter erbaut wurde.
Das Rathaus:
Auf dem mit eklektischen Palästen eingerahmten Platz befindet sich das im Neobarockstil gebaute Rathaus. Sein Grundstein wurde 1799 gelegt und nach Plänen von Istvan Vedres von Janos Schwörtz gebaut. Auf dem Fundament des durch das hochwasser beschädigten Gebäudes entstand ein neues einstöckiges Rathaus 1883 nach Plänen von Ödön Lechner und Gyula Partos. "Die Seufzer-Brücke", die 1883 anlässlich der Königstage gefertigt wurde, verbindet dieses Gebäude mit dem Nchbarnhaus. Während dieser Tage hat Franz Josef die nach dem Hochwasser zu 1879 neugebaute Stadt besucht. Der König und seine Begleitung übernachtete in diesen zwei Gebäuden und durch die gedeckte Brücke wurde der Kontakt zwischen ihnen hergestellt. Auf dem stimmungsvollen Rathaushof werden abends im Sommer die Kammerkonzerte des "musizierender Hof" und die Prosa-und Musikaufführungen der "Rathausabende" veranstaltet.
Klauzal Platz:
Von dem Szechenyi Platz sezen wir unseren Spaziergang in der Fußgängerzone von Szeged, üer die Karasz Str. in die Richtung Klauzal Platz fort. Am anfang der Fußgängerzone stehen die grüßenden Statuen, die Werke von Peter Parkanyi, die die in der Stadt vom frühen Frühling bis Spätherbst herrschende fröhliche Festspielstimmung widerspiegeln. Im Erdgeschoß des Neu-Zsoter-Haus befindet sich der beliebte Treffpunkt der Bewohner und zugleich auch der der Gäste der Stadt, die Konditorei Virag. Eines der Bedeutendesten Baudenkmäler des Platzes ist das klassizistische Karasz-Haus.
Neue Synagoge:
Über die vom Klauzal Platz ausgehende Kigyo Str. durch einen kurzen Spaziergang erreichen wir die monumentale Synagoge, die um die Jahrhundertwende im Maurensezessionstil erbaut wurde. Adresse: Hajnoczy Str. Geöffnet: 01.April-30.September Mo-So: 10.00-12.00, 13.00-17.00, Sa: geschlossen 01.Januar-31.März: Mo-So: 10.00-14.00, Sa: geschlossen 01.Oktober-31.Dezember: Mo-So:10.00-14.00, Sa: geschlossen Tel: +36/62/423-849
Palais Reök:
An der Ecke Der Tisza Lajos Ring und der Kolcsey Str. ist das Charakteristische Baudenkmal der einheimischen Sezession, das Palais Reök zu sehen. Das im in der ausländischen Fachliteratur "Hungarian Jugenstil" gennanten Baustil erbaute haus wurde von Ede Magyar entworfen und entstand 1907. Der jung verstorbene Architekt hat seine kaum acht Jahre dauernde Schaffensperiode in Szeged verbracht. Die Szegediner nennen es untereindander nur "pferdehinterteilhaus", weil es sich hinter der Hustarstatue befindet, die den Hleden des Ersten Weltkrieges ein Denkmal setzt. Von hier, in dei Somogyi Str. einbiegend erreichen wir den Dugonics Platz.
Dugonics Platz:
Vor dem Hochwasser zu 1879 wurde hier auf dem Dugonics Platz Getreidemarkt gehalten. an der Seite des Platzes von der Lajos Tisza Ring steht das Werk von Vilmos Iszo, das Denkmal von Andras Dugonics, nach ihm wurde der Platz benannt. Er hält in der Hand den Roman "Etelka", der der erste ungarnsprachige Roman ist. Am Dugonics Platz Nr. 2 befindet sich das im romantischen Stil erbaute Vajda-Denkmalhaus. Hier wurde das Italienische Institut eröffnet und hier hat das Tourinformbüro seinen Platz. Das bedeutendste Gebäude des Platzes ist das Hauptgebäude der Universität, das ein früheklektisches palais ist und das ursprünglich zur Oberrealschule bestimmt war.1921 zog hierher die aus Klausenburg umgesiedelte Universität. Hier hat Antal Horger den Studenten Attila Jozsef wegen seines in der Zeitung Szeged erschienenen Gedichtes mit dem Titel "Vom ganzen Herzen" zur Rede gestellt. Auf dem Platz steht dei Bronzestatue des Dichters, die das Werk von Imre Varga ist. Auf dem Platz werden zahlreiche kulturelle Programme veranstaltet und Während des Jahres erwarten mehrmals Handwerksmärkte dei hierher kommenden Touristen. Vom Dugonicsplatz setzen wir unseren Spaziergang über den Arpadplatz zum Platz der Arader Märtyrer fort.
Platz der Arader Märtyrer:
Auf dem Platz stehen das Reiterstandbild von Ferenc Rakoczi II., das Werk von György Vastagh und die Gedenksäule des Schlachtes in Szöreg. Am Fuß der Säule verewigt eine Marmortafel die Namen der 13 Helden, die in Arad Martertod erlitten haben. An der Seite des Platzes von der Theiß befindet das weltberühmte Bolyai Institut in einem schönen früheklektischen Gebäude. Diese Gebäude, in dem zur Zeit die naturwissenschaftliche Fakultät der Universität seinen Platz hat, beherbergte einst das Piaristengymnasium und das Ordenhaus, in dem auch Gyula Juhasz lernte. Der Platz wird von der Seite des Dom Platz vom Bischofspalast und von dem Universitätsgebäuden eingerahmt.
Der Dom:
Der Domplatz, ist so groß wie der Markusplatz in Venedig und umfasst 12000 qm. Auf diesem Platz finden alljährlich im Sommer die bedeutenden Szegediner Freilichtspiele mit Konzert, Oper, Ballett und der traditionellen Aufführung des Dramas "Die Tragödie des Menschen" von Imre Madách statt. Unter den Arkaden der einheitlichen Gebäude aus dunkelroten Klinkerziegeln ist die Nationale Gedenkhalle (Pantheon) zu sehen. Sie enthält Portraitbüsten und Reliefs herausragender ungarischer Persönlichkeiten aus Geschichte, Literatur, Kunst und Naturwissenschaft. Auf dem Platz steht auch das älteste Baudenkmal der Stadt, der Demetriusturm. Der Turm ist Überrest einer Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Die Votivkirche (Dom) entstand erst in den Jahren zwischen 1913 und 1930. Die Glocke der Kirche mit ihren 86 Zentnern ist die zweitgrösste des Landes. Im Chor der Kirche befindet sich ein Mosaik-Meisterwerk einer Madonna in gesticktem Bauernmantel und Szegediner Pantoffeln, links vom Altar, das in der Weltausstellung in Paris im Jahre 1900 mit dem Grand Prix Preis ausgezeichnete Gemälde "Christus am Kreuz". Die mit ihren 5 Klappen und 9040 Pfeifen zu den größten Europas zählende Orgel ist Mittelpunkt häufiger Orgelkonzerte.
Die musizierende Uhr:
Eine Kuriosität des Platzes ist an der Seite dem Domhauptportal gegenüber die in de Mauer des Gebäudes ingebaute musizierende Uhr, das Symbol der mittelalterlichen Universitäten. Die in Ungarn einzigartige Uhr wurde von dem Szegeder Uhrmacher Ferenc Csuri gefertigt, die Figuren sind dem Bildschnitzer, Jozsef Kulai zu danken. In den Türen um das verzierte Zifferblatt erscheinen in jeder Stunde die angesehenen Prsönlichkeiten des Universitätsrates und die Studenten, dis sich von dem Studium verabschieden.
Griechisch-orthodoxe Kirche:
An der Nordseite des Domplatzes steht die orthodoxe serbische Kirche. Dieses wundervolle Barockgebäude wurde 1778 zu Ehren von Sankt Nikolaus errichtet. Beachtenswert sind das stark gegliederten Hauptgesims, das gewölbte Tympanon und die Wandvasen. In Szeged erschien kie serbische Nationalität zum ersten mal während der türkischen Belagerung. Der Pope, der in dem gegnüberstehenden Haus wohnt, ist im Winter sowie im Sommer bereit, den Interessenten die Kirche zu zeigen.
Schwarzes Haus:
An der Ecke der Somogyi und der Oskola Str. befindet sich der Sitz der Szegeder Akademischen Komission, eines der schönsten Baudenkmäler der spätklassizistischen Architektur in Szeged. Er wurde 1868 nach Plänen von Jozsef Hild errichtet und in diesem Gebäude war einst das Hotel Hungaria. In der Somogyi Str. weitergehend erreichen wir das im englischen romantischen Stil gebaute Schwarze Haus mit Eckturm (Somogyi Str.13.). Es hat seinen Namen von dem dunkelgrauen Mauerverputz bekommen. 1857 wurde es hier nach Plänen von Karoly Gerster als Handelsbürgerhaus gebaut. Zsischen 1860 und 1865 beherbergte hier das innenstädtische Casino. Im Schwarzen Haus sind seit Jahrzehnten die Ausstellungen der historischen Abteilung des Ferenc-Mora-Museums und regelmäßig zeitweilige Ausstellungen zu zehen.
Die Theiß:
Die Theiß ist der echt ungarische Fluss. Er kommt aus den östlichen Karpaten, nachdem sich zwei Zweige - die Weiße und die Schwarze Tehiß - vereinigen. In der ungarischen Strecke zeigt der Fluss einen Mittellaufcharakter und bildet riesengroße Mäander, Kurven. Die heutige moderne Stadtstruktur mit Ringstraßen und Radialstraßen ist ebenfalls ein Ergebnis des Wiederaufbaus nach der Überschwemmung der Theiß. Der Fluss Theiß und die Stadt Szeged sind untrennbar. Die Liebhaber der Theiß: die Angler, Ruderer und Badenden sind vom Fürhling bis zum Herbst auf und an dem Wasser. Die Fischrestaurants am Fluss bieten Spezialitäten mit Fischen aus der Theiß.
Stafania:
Während unseres Spazierganges machen wir eine kleine Pause hinter dem Museum, auf dem Stefania, offiziell genannt in dem Burggarten, unter den Bäumen der Parkes. Unter den besonderen Baumraritäten sind die Burgruine, das ehemalige Maria Teresia-Tor zu sehen. Nach dem großen Hochwasser zwischen den erhaltenen Mauern der Burg wurden Restarurant und Kiosk beherbergt, dann 1959 wurde sie restauriert, die stadtgeschichtliche Ausstellung bekam hier ihren Platz, die zur Zeit wegen Ausgrabungen am Ort geschlossen ist. Vor einigen Jahren, nach dem Wunsch der Szegediner bekam das aus Carrara-marmor gehauene Denkmal der Königin Elisabeth, das Werk von Miklos Ligeti seinen würdigen Platz, das jahrelang in dem Garten des Burgmuseums stand.
Hotel Kass:
An der Ecke der György Dozsa Str. und des Stefania befindet sich das ehemalige Hotel Kass, das der Großvater unseres berühmten Graphikers Janos Kass 1897 bauen ließ. In dem Gebäude waren ein luxuriös eingerichtetes Café, Restaurant und Hotel in Betrieb. Die Familie verkaufte das Gebäude einer AG während der Wirtschaftskrise, die von 1934 unter dem Namen Hungaria das Hotel neu eröffnete. Nachdem das neue, dritte Hotel Hungaria eröffnet wurde, wurde das Gebäude 1977 wieder geschlossen, das seither noch immer geschlossen ist. Vor dem Gebäude steht das Denkmal von Pista Dankó, des berühmten Liedkomponisten und Misikers, das Werk von Ede Margo. Addresse: Var Str. 7. Tel: +36/62/420-303 Geöffnet: Mo: gexchlossen Di: 10.00-15.00 Sa-So: 10.00-17.00
Das Nationaltheater:
Dem Kass Hotel gegenüber ist das auch wegen des Stadtbildes von großerBedeutung das Szegeder nationaltheater zu sehen, das genauso wie das Lustpieltheater in Budapest, von den berühmten Wiener Theaterarchitekten Hellmer un Fellner in eklektischem Neobarockstil entworfen wurde. 1883 wurde es eröffnet, aber 1885 ist es abgebrannt und 1886 wurde es wieder eröffnet.
Das Grof-Palais:
An der Ecke des Tisza-Lajos-Ringes und der Takarekstraße finden wir das Grof-Palais. Es wurde nach dem Bauherrn, dem Juristen Dr. Arpad Marton Grof benannt, der keine alltäglichen finanziellen Probleme hatte, da er wichtige Posten einnahm: er war städtischer Oberstaatsanwalt, Regierungsoberrat usw. Während der Bauarbeiten hat er schon difiniert, für wen er das Palais am leinen Ring bauen lässt: "für gut situierte Beamten, die wahrscheinlich in entsprechenden Amtposition sind oder für andere Beruffstätige, hohe Mieten zahlen können." Ferenc J. Raichl hat die Pläne entworfen und das Gebäude wurde 1913 nach 13 Monaten fertig.
Die unterstädtische Kirche:
In der jüngsten und modernsten Stadt der südlichen Tiefebene, in Szeged steht ein 500 Jahre alter Gebäudekomplex, die Franziskanerkirche und das-kloster im Zentrum der Unterstadt. Die Kirche wurde in mehreren Perioden wahrscheinlich durch Verwendung des Materials eines früheren kirchliche Gebäudes bis 1503 gebaut. Der Baumeister war vermutlich Pater Johannes, der mehrere Kirchen im spätgotischen Stil am Ende des 15. bzw. am Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet hat.











