Kulturangebot

Hód und Vásárhely, die ehemals getrennte Dörfer waren, sind schon seit dem 13-ten Jahrhundert urkundlich erwähnt. In der Mitte des 15-ten Jahrhunderts wurde der aus beiden Dörfern bestehenden Siedlung das Marktrecht verliehen. Die Quellen erwähnen sie als die herrschaftliche Zentrale des Türkensiegers János Hunyadi. Ihre Lage neben der Straÿe von Csongrád nach Csanád begünstigte den Handel. Im Mittelalter sicherten die Märkte und Viehmärkte das Auskommen der Bevölkerung. Die umliegenden Gewässer und der See Hód begünstigten das Leben am Wasser und die Fischerei. Nach der Begradigung der Theiÿ änderten sich die Lebensbedingungen, durch das Austrocknen der Flieÿe und Seen, was eine allmähliche Verbreitung des Ackerbaus zur Folge hatte. Die entstandenen Vertiefungen wurden aufgeschüttet, aber auch durch neue Einwanderer nahm die Gröÿe der Ansiedlung zu. Im Jahre 1873 wurde ihr das eigenständige Stadtrecht verliehen. Die schwungvollen Bauarbeiten der Jahrhundertwende formen das heutige Bild des Stadtzentrums. Die Zahl der Einwohner überstieg in den 90-er Jahren des 19. Jahrhunderts die 55.000, was sie zur fünft bevölkerungsreichsten Stadt Ungarns machte. Das auf dem Gebiet der in türkischen Zeit zerstörten Dörfer entstandene Einzelhofsystem ergab eine charakteristische Sied-lungsform. Ein Teil der Einwohnerschaft lebte drauÿen in Bauernhöfen und zog er erst im Winter in das städtische Haus herein. Die Landwirtschaft, die Viehhaltung und der Ackerbau bildeten die Quelle ihres Auskommens. Die Stadt bewahrte ihren Agrarcharakter bis heute. Sie hat bedeutende handwerkliche und volkskundliche Traditionen.

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