Sehenswürdigkeiten

Matthiaskirche

Mit dem Bau der Frauenkirche, nach ihrem bekannteren Namen Matthiaskirche, wurde etwa in den 50-er, 60-er Jahren des 13. Jh.-s begonnen. Sie war die erste Kirche auf dem Schlossberg, mit deren Bau König Béla IV unmittelbar nach der Stadtgründung begann.

Um die Wende des 14.-15. Jh.-s wurde sie zu einer gotischen Halle mit drei Schiffen umgebaut, dann erweiterte sie König Matthias in den 70-er Jahren des 15. Jh.-s um das königliche Oratorium und den heute noch teilweise bestehenden südlichen Turm, und zu dieser Zeit wurde der Rabenwappen von Matthias angebracht. In den späteren Zeiten führte man nur noch kleine Umänderungen durch.

Ab 1541, während der Türkischen Eroberung funktionierte die Kirche als Hauptmoschee der Türken. Nach 1686 erhielten die Franziskaner dann die Jesuiten für kurze Zeit die Kirche. Im Laufe des 18. Jh.-s verheerten eine Feuersbrunst dann ein Blitzschlag die Kirche, so kam sie zum 19. Jh. in einen ziemlich schlechten Zustand. Damals war sie bereits die Pfarrkirche von Buda, und demnächst beschloss man ihre Renovierung.

Die Kirche erhielt ihre heutige, neogotische Form zwischen 1874 und 1896, als sie nach Plänen von Frigyes Schulek umbebaut und erweitert wurde.

Im zweiten Weltkrieg erlitt das Gebäude schwere Zerstörungen, ihre Wiederherstellung konnte erst in den 70-er Jahren vollendet werden. Das Dachwerk der Kirche besteht aus in der Zsolnay-Fabrik von Pécs hergestellten Majolikakacheln.

Durch das südliche Tor kommt man ins Kircheninnere. Aus der Vorderhalle öffnet sich das Marientor aus dem 14. Jahrhundert. Das Relief am Eingang stellt den Tod Mariä dar. Die heutige innere Verzierung erhielt die Kirche bei dem Umbau im 19. Jahrhundert. Die reiche Ziermalerei, die aus mehrfarbigen geometrischen und pflanzlichen Elementen besteht, ist eine Arbeit von Bertalan Székely. Die Glasfenster an der südlichen Wand wurden ebenfalls nach Zeichnungen von Bertalan Székely sowie Károly Lotz verfertigt. Sie zeigen Szenen aus Leben der Heiligen Elisabeth und der Heiligen Margarethe von ÿrpád-Haus sowie aus dem Leben der Heiligen Jungfrau Maria.

Die Fresken an den Wänden sind Arbeiten von Károly Lotz, die das Hochpreisen Mariä zum Thema haben.

An der Mauer des südlichen Turmes ist das bereits erwähnte berühmte Matthias-Wappen zu sehen.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Inneren sind folgende:
- Kapelle von Loreto: am spätgotischen Flügelaltar wurde das Bild der sog. Schwarzen Madonna, das durch das Feuer in der Barockzeit verschwärzt ist, aufgestellt. Hier steht eine legendäre barocke Jungfraustatue aus rotem Marmor.
- Béla-Turm: an seinen Wänden sind Fresken von Károly Lotz zu sehen, die den Sieg von Nándorfehérvár und die Verfügung über den Glockenklang zu Mittag verewigen.
An der westlichen Wand gibt es ein Rundfenster mit stufenartiger Verkleidung. Vor ihm steht ein Taufbecken im neoromanischen Stil.
- Sankt-Emerich-Kapelle: an ihrer westlichen Wand sind Fresken mit Darstellungen vom Leben des Heiligen Franziskus. (Von Károly Lotz).
Mihály Zichy malte die Bilder des Flügelaltars, die Hauptszenen aus dem Leben des Heiligen Emerichs darstellen.
- Grabkapelle Béla III: hier wurde der Sarkophag Béla III und seiner Gemahlin untergebracht. Ursprünglich wurde das königliche Paar in der Basilika von Székesfehérvár beigesetzt, doch konnte man bei Ausgrabungen ihre Gräber vorfinden und aufgrund ihrer Gebeine ihre Persönlichkeit identifizieren. Die Kapelle wurde am Ende des vorigen Jahrhunderts ausgestattet, damals geriet auch der Sarkophag mit einem Baldachin über ihm her, an der das königliche Paar in der Form von zwei liegenden Gestalten gezeigt wird. (Nach Plänen von Frigyes Schulek, Ausführung: Ferenc Mikula und István Hauser).
- Kapelle des Heiligen Ladislaus': die Wandbilder stammen von Károly Lotz, sie stellen Szenen aus dem Leben des Heiligen Königs Ladislaus dar.
- Hauptaltar: der neogotische Hauptaltar ist ein Werk von Frigyes Schulek.
In den Glasfenstern der Apsis sind Heilige und Apostel in der unteren Reihe, und in der oberen Reihe Heilige, die eine Rolle in der ungarischen Geschichte hatten, dargestellt.
- Kanzel: an ihr sind Gestalten der 12 Apostel dargestellt.
Rechts vom Hauptaltar führt ein Abstieg in die Unterkirche. Durch ihn gelangt man ins Museum für Kirchengeschichte, das sich über der Kapellenreihe befindet. Als Sehenswürdigkeit sei nur das Oratorium der Maltheser Ritten zu erwähnen.

Fischerbastei

Die Fischerbastei wurde zwischen 1895 und 1902 im neogotischen Stil erbaut. Frigyes Schulek war ihr Pläner und Baumeister.

Im Mittelalter verteidigte die Zunft der Fischer diesen Abschnitt der Stadtmauer, daher erhielt die Bastei ihren Namen.
Die heutige Fischerbastei hatte freilich keinerlei Verteidigungsrolle mehr. Sie ist eine spektakle Aussichtsterasse mit imposanten Stiegen und Spazierwegen. Vielleicht ist das Donau-Ufer an der Pester Seite von hier aus am schönsten, ein einzigartiges Panorama öffnet sich vor unseren Augen auf die Hauptstadt, und von Pest aus gesehen vervollkommnet die Fischerbastei die Schönheit der Silhouette des Schlossberges.

Zwischen Bastei und Kirche steht das Reiterstandbild des Heiligen Königs Stephans aus Bronze. Sie wurde 1906 aufgestellt.

Das Postament wurde nach Plänen von Frigyes Schulek im neoromanischen Stil erstellt, es ist von Zierelementen mit Darstellungen des Lebens vom König Stephan geschmückt.
Die Statue selbst ist ein Werk des Bildhauers Alajos Stróbl.

Bei einem Spaziergang in dieser Richtung folgt das Hotel Hilton nach der Kirche, das 1976 nach Plänen von Béla Pintér erbaut wurde. Es ist nicht nur ein modernes Hotel, sondern auch ein viele Denkmäler verbergendes historisches Gebäude. Die Besonderheit des Hotels steckt darin, dass es durch Einbau von zwei namhaften Kunstdenk-mälern errichtet wurde.

Sein nördlicher Flügel wurde oberhalb der Bauresten des nach dem Heiligen Nikolaus benannten Kloster erbaut, und seinen südlichen Flügel bildet die Wand des Jesuiten-Kollegiums aus dem 18. Jahrhunderts. Bei Zusammentreffen der beiden alten Gebäudeteile wurde der wiederhergestellte Nikolaus-Turm aufgestellt, an dem 1930 ein Relief mit Szenen aus dem Leben des Königs Matthias angebracht wurde.

Der Platz vor dem Hotel - der Andreas Hess Platz - erhielt seinen Namen vom deutschstämmigen Drucker Andreas Hess, der die erste öffentliche Druckerei Ungarns im Haus gegenüber unter Nummer 4, eingerichtet hatte. Heute funktioniert das Hotel Fortuna an ihrer Stelle.

In der Mitte des Platzes steht eine Statue des Papstes Inozenz XI. Das Standbild wurde 1836 zur 250. Jahreswende der Befreiung der Stadt von der Türkenherrschaft aufgestellt, das ein Werk von József Demkó ist. Auf Initiative von Papst Inozenz XI wurde die Allianz gegen die Türken ins Leben gerufen und der Papst half auch mit finanziellen Mitteln bei den Befreiungskämpfen mit.
Das Gebäude hinter der Statue ist das sogenannte Haus des Roten Igels. Es erhielt diesen Namen nach dem Hochbild über dem Eingang. Bis zum Jahr 1785 funktionierte hier das einzige Wirtshaus der Burg "zum Roten Igel". In seinem grossen Saal wurden auch Theatervorführungen gehalten.

Maria-Magdalenen-Turm

Von der einstigen Kirche ist nur der Turm erhalten geblieben, dahinter liegt ein Ruinengarten, der die Geschichte der Kirche seit dem 13. Jh. zeigt. Der schwer beschädigte Turm der im 2. Weltkrieg zerstörten Kirche wurde im Frühjahr 1997 restauriert und dient heute als Aussichtsturm. Eine Besonderheit ist das aus 24 Glocken bestehende Glockenspiel, das von 8-21 Uhr alle fünfzehn Minuten zu hören ist.

Burgviertel - der bürgerliche Teil der Burg

Das Burgviertel ist Budapests romantischster Spazierort. Eine mittelalterliche Kleinstadt mit stimmungsvollen Gassen, alten Häusern, Gaslampen und wunderschönen Denkmälern. Die Hauptstraÿe des Viertels - die Tárnok utca - fängt beim Dísz tér an und führt uns bis zum heutigen Zentrum, der Matthiaskirche. Die Straÿe und der Platz sind mit farbigen kleinen Häusern gesäumt. Die winkeligen Gäÿchen und schmalen Häuser sind aus dem Mittelalter erhalten geblieben, mancherorts schmücken sie wertvolle gotische Fenster und Türrahmen. Die eleganten Palais im Barock- und Zopfstil stammen aus der Zeit des Wiederaufbaus nach der türkischen Belagerung.Eine Besonderheit der Häuser im Burgviertel sind die mittelalterlichen Sitznischen in den Toreinfahrten. Interessant ist die Tatsache, daÿ sie beim Wiederaufbau eingemauert und rasch vergessen wurden. Sie kamen während der Bombenanschläge im 2. Weltkrieg zum Vorschein. Wahrscheinlich hatten einst die Begleiter der in die Häuser eingeladenen Gäste hier, in den mit romanischen, gotischen und Renaissance-Steinbogen verzierten Sitznischen zu warten. Heute sind sie solche ?Spezialitäten" von Buda, welche sie von anderen Groÿstädten unterscheiden.Neben den gröÿten Museen im Burgpalast sind im Burgviertel unzählige interessante Museen und Sammlungen ? das Kriegshistorische Museum, Apothekenmuseum zum Goldenen Adler, das Ungarische Museum für Handel und Gastgewerbe, ein Mittelalterliches Jüdisches Bethaus, das Telefonmuseum, das Museum der Musikgeschichte, und viele spannende Galerien zu sehen. Hier befindet sich auch das Budapest Hilton Hotel , das vielleicht schönste Haus der Hilton-Kette, in dessen Seitenflügel die ÿberreste eines mittelalterlichen Dominikanerklosters aufbewahrt sind.

Zum Anfangsenkapelle an der Seite des Gellértberges

Eine kleine, in die zum Anfangsen gehöhlte Kapelle über dem Gellért tér. Sie entstand 1931, dann hielt der Fürstprimas József Mindszenty nach dem Zweiten Weltkrieg hier seine Predigt. Die Kapelle wurde 1951 von den kommunistischen Behörden eingemauert und erst 1989 wieder eröffnet.

Palast der Wunder

Das erste interaktive wissenschaftliche Spielhaus Mitteleuropas. Mehr als 100 spannende wissenschaftliche Spiele auf 1000 m2 zum Ausprobieren. Das Spielhaus bietet kleinen und groÿen Besuchern Wissenschaft zum Anfassen, dreidimensionales Kino und andere visuelle Wunder an. Man kann sogar das ?Zauberfahrrad? ausprobieren. (XIII., Váci út 19.)

Die Basilika

Der Bau der grössten Kirche von Budapest lief nicht ohne Probleme ab. Man begann mit dem Bau 1851 aufgrund der Pläne von József Hild im klassizistischen Stil. Nach dem Tod von Hild, 1868 stürzte die Kuppel infolge des schlechten Fundaments ein, und der Bau wurde unter Leitung von Miklós Ybl fortgesetzt, jetzt schon im Neorenaissancestil. Während des Baus verstarb auch Miklós Ybl, so wurde der Bau unter der Leitung von József Kauser im Jahr 1905 vollendet.

Im Tympanon des Hauptportals wird die Jungfrau Maria als Patrona Hungariae im Kreis ungarischer Heiliger dargestellt. Entsprechend der ungarischen Religionsgeschichte hat der Heilige Stephan, der erste König der Ungarn die vom Papst erhaltene und die das Land versinnbildlichende Krone der Obhut der Jungfrau Maria anvertraut. Auf verschiedensten Darstellungen sieht man deshalb die Jungfrau Maria mit der ungarischen Krone auf dem Kopf und darum erwähnt man Ungarn auch als das "Land Mariä". Die imposanten Masse der Basilika werden wirklich erst von innen augenfällig. Im halbdunklen Innenraum fühlt der sich ganz klein, der in die mächtige Kuppel hinaufschaut, wo er weit über sich die aus einem Mosaik zusammengesetzte Figur von Gott, Jesus und den Engeln für fast wirklich hält.

In der Kappelle des Heiligen Leopold in der Kirche wird die sogenannte Heilige Rechte, die rechte Hand des ersten Königs von Ungarn, des Heiligen Stephan, dem Staatsgründer aufbewahrt. Jedes Jahr am 20. August, dem Fest des Heiligen Stephans nehmen Tausende von Gläubigen an der die Reliquie begleitenden Prozession teil.
Von der Aussichtsplattform der 96 m hohen Kuppel eröffnet sich ein wunderschönes Panorama auf Budapest. Man kann die Brücken der Donau, die Burg aus einer Ansicht von oben, das Stadtwäldchen und den grünen Fleck der Margareteninsel sehen - dieser Anblick entschädigt weit für die erstiegenen Treppenstufen.

Die Kettenbrücke

Sie war die erste ständige Steinbrücke zwischen Pest und Buda. Ihr offizieller Name lautet Széchenyi Lánchíd. Ihr Namensgeber Graf István Széchenyi war eine der Führungsfiguren der zu Anfang des 19. Jahrhunderts gestärkten Bestrebungen für eine nationale Unabhängigkeit. Auf seine Anstrengungen hin begann der Bau der Brücke im Jahr 1839. Architekt war der englische Tierney W. Clark, der Leiter der Bauausführungen war der schottische Adam Clark, der sich 1849 nach der Beendigung des Baus in Ungarn niederliess. Seinen Namen trägt der Platz zwischen Tunnel und der Kettenbrücke.

Zwei im klassizistischen Stil erbaute Strompfeiler halten die Eisenketten, auf denen die Fahrbahn der Brücke hängt. Daher die Bezeichnung "Kettenbrücke".

Die Löwen an beiden Brückenköpfen sind die Arbeiten des Bildhauers János Marschalkó. Es ist im Kreis der Pester eine allgemein verbreitete Legende, dass den Löwen der Kettenbrücke die Zungen fehlen würde. Für diese Legende gibt es keine Grundlage, die Löwen haben je eine Zunge, es ist wahr, diese sind ausschliesslich von oben zu sehen.
Am Ende des II: Weltkrieges haben die abziehenden deutschen Truppen jegliche Budapester Donaubrücken gesprengt. Das bekannteste Bauwerk von Budapest, sein Wahrzeichen wurde zum 100 - jährigen Jubiläum der ersten Einweihung am 21. November 1949 erneut dem Verkehr übergeben.

Die Margarethen-Insel

Man nennt diese mit Parks bedeckte Donauinsel, die grösser ist als die Innenstadt, auch die Lunge von Budapest, die durch den künstlichen Zusammenbau von drei kleineren Inseln geschaffen wurde.

Wie für die Insel so auch für die hierher führende Margarethenbrücke ist der Namensgeber die Heilige Margarethe aus dem Hause ÿrpád, die Tochter Bela, des VI. Ihr Vater gründete auf der Insel das Nonnenkloster vom Orden der Dominikaner, wo er entsprechend des während des Tatarenzuges abgelegten Gelübdes seine Tochter unterbrachte. Die Ruinen des Klostern die zur Erinnerung an Margarethe erbaute Kapelle sind im oberen Drittel der Insel zu sehen.

Am von der Margarethenbrücke führenden Eingang steht das zur Hundertjahrfeier der Vereinigung von Pest, Buda und ÿbuda erhobene Centenarium- Denkmal.

Auf der linken Seite der Insel reihen sich Schwimmhallen und sonstige Sporteinrichtungen aneinander, auf der rechten Seite befinden sich ein Jugendhotel, Restaurant, Casino und Freizeitzentrum. Hier legen auch die Schiffe an.

In der Mitte findet man den schönsten Blumengarten von Budapest, den sogenannten Rosengarten. Hier blühen vom zeitigen Frühjahr bis zum späten Herbst Tausende von besonderen Blumen, eine wirkliche Farborgie im Kontrast zu den Grünflächen schaffend. Vom unter Denkmalsschutz stehenden Wasserturm bietet sich eine wunderschöne Aussicht auf den Rosengarten und die Insel.

Weiter oben, an der Spitze der Insel erwarten in den Gebäuden der zwei Hotels, des Grand Hotel und des Hotels Thermal Margitsziget die Restaurants, die Cafes und Konditoreien ihre Gäste. Der an der Spitze der Insel zu findende Steingarten mit viel hundert verschiedenen Pflanzen, kleinen Bächen und einem Teich mit Goldfischen zieht unzählige Besucher an. Auf den Bänken sitzend kann man das jede Stunde ertönende Glockenspiel des Musikbrunnens hören.
Die Springbrunnen, die Wasserbecken, die Büsche, die riesengrossen Bäume und die romantischen Klosterruinen zaubern die unwiderstehliche Stimmung der Insel.

Das Opernhaus

Das Gebäude des Ungarischen Staatlichen Opernhauses im Neorenaissancestil wurde 1875 bis 1884 vom grossen ungarischen Baumeister des 19. Jahrhunderts Miklós Ybl erbaut.

Die vier Musen der darstellenden Künste an der Stirnseite und die Statuen der grossen Gestalten der Bühnenmusik signalisieren schon von aussen die Funktion des Gebäudes.

Innen ist die zu den Logen führende Treppe aus Marmor von Ybl eine der genialsten Lösungen innenarchitektonischer Arbeiten. Der Innenraum ist mit Fresken und Wandbildern der besten der ungarischen Maler des 19. Jahrhunderts geschmückt. An der oberen Seite des über eine ausgezeichnete Akustik verfügenden Zuschauerraums befindet sich eine der schönsten Schöpfungen ungarischer Malerei, dort können wir die den Olymp darstellende Freske von Károly Lotz sehen.
Bei den Vorstellungen im Opernhaus können die bekanntesten Werke der Musikliteratur hören, vorgetragen von ausgezeichneten ungarischen Künstlern.

Das Parlament

Das 265m lange Gebäude mit seinen vorzüglichen Proportionen bestimmt das Pester Bild des Donauufers. Der Architekt Imre Steindl hat sich das neogotische Gebäude des Londoner Parlaments, den sogenannten Parlamentsstil zum Vorbild genommen, als er das Symbol des der ungarischen Verfassungsschöpfung gewidmeten "Haus des Landes" erträumte. Mit dem Bau begann man 1884, die Vorbereitungen beendete man zur Millenniumsfeier der 1000-jährigen Landnahme der Ungarn, ganz fertig gestellt wurde es erst 1902.

Seine innenarchitektonischen Lösungen passen gut zu dem Stil des Gebäudes. Historischer Klassizismus, die monumentalen Fresken und Wandbilder geschichtlichen Gegenstands, die reichen Verzierungen mit Gold schaffen ein würdiges ÿusseres für die feierliche Stimmung des Ortes der ungarischen Gesetzgebung.

Auch derzeit sitzt hier das ungarische Parlament, aber auch der Staatspräsident und der Ministerpräsident haben hier ihre Büros. Seit dem 1. Januar 2000 können hier das Symbol des ungarischen Staates, die Heilige Krone und die Krönungsjuwelen besichtigt werden. Die Krone des heiligen Stephans, des Staatsgründers bildet zusammen mit dem Herrscherstab und dem Reichsapfel ein wichtiges Symbol für die Nation.
Im Park des Parlaments stehen die Statuen der zwei grossen Gestalten des ungarischen Kampfes für die Unabhängigkeit, Ferenc Rákóczi II, und Lajos Kossuth. Das dritte Denkmal aus grauem Granit mit der ewigen Flamme ehrt die Helden und Opfer der Revolution von 1956.

Vajdahunyad

Der romantische Gebäudekomplex der aus 21 Gebäuden bestehenden Burg Vajdahunyad plante Ignác Alpár im Jahre 1896. Fast jeden historischen Baustil findet man hier vom romanischen Stil angefangen über die Gotik und Renaissance bis zum Barock.
Der Gebäudekomplex stellt die berühmten Baudenkmäler des historischen Ungarns den Besuchern mit treuer Abbildung vor. Einige Details ahmen die Burg Vajdahunyad in Transsylvanien nach, daher ihr Name.

Zitadelle

Die den Berg krönende, düstere Zitadelle lieÿ der Wiener Hof nach dem Freiheitskampf für militärische Zwecke bauen, um die Bevölkerung der Hauptstadt einzusüchtern. Nachdem die Zitadelle ihre militärische Bedeutung verloren hatte, nahmen die Organe des Fremdenverkehrs sie über. Das auf der südlichen Anhöhe der Zitadelle stehende Freiheitsdenkmal, das man fast von allen Punkten der Hauptstadt sehen kann, wurde 1947 aufgestellt. Die Zentralfigur ist eine symbolische Frauengestalt mit dem Palmenzweig des Friedens in der Hand.
Das 29 Meter hohe Fundament ist auch mit symbolischen Nebenfiguren verziert. Die hintere Wand des Denkmals trug die Namen der Sowjetsoldaten, die bei der Befreiung von Budapest den Heldentod fanden.

Heldenplatz

In den Heldenplatz mündet die schönste und groÿzügigste Promenadenstraÿe von Budapest, hinter diesem Platz gehen die Alleen des Stadtwäldchens (Városliget) auf.

Das Millenniumsdenkmal wurde zum tausendjährigen Jubiläum der ungarischen Landnahme erbaut. In der Mitte steht die Statue vom Erzengel Gabriel auf einer hohen Säule, unten sieht man die Statuen von ÿrpád und der sechs Stammesführer der Landnahme. Hinter der Hauptgruppe der Statuen befindet sich eine halbkreisförmige, verzierte Säulenreihe, sie dient als Pantheon der ungarischen Geschichte mit Statuen von Herrschern und bedeutenden historischen Gestalten.
Die Reihenfolge von links nach rechts: István I., László I., Kálmán Könyves, András II., Béla IV., Károly Róbert, Lajos I., János Hunyadi, König Matthias, István Bocskai, Imre Thököly, Ferenc Rákóczi II., Lajos Kossuth.

Skulpturenpark (Szoborpark)

Ein Blick hinter den "eisernen Vorhang". Die gigantischen Denkmäler, in der kommunistischen ÿra auf öffentlichen Plätzen prangten und nach dem Systemwechsel von den Straÿen von Budapest entfernt wurden, sind in dieser einmaligen Ausstellung unter freiem Himmel zu sehen.. Eine einmalige Sammlung aus der kommunistischen ÿra. Das aufregendste Museum in Osteuropa.
Im Park sind die Denkmäler von Lenin, Marx, Engels, Dimitrov, Ostapenko, des Sowjetsoldaten, der kommunistischen Märtyrer, der Räterepublik und andere Werke zu sehen.
In der gesamten Anlage sind private Aufnahmen - Foto, Video - unentgeltlich. Geöffnet jeden Tag von 10 Uhr bis zur Abenddämmerung.
Eintritt ist frei mit gültiger Budapest-Karte, oder kostet 600 HUF/Person.
Der Skulpturenpark befindet sich im XXII. Bezirk, Buda-Süd, Kreuzpunkt der Balatoni Strasse und Szabadkai Strasse.

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