Sehenswürdigkeiten
Das Christogramm (Das Monogramm von Christus, d.h. Initialien)
Das Christogramm wurde als Symbol und Logo des Welterben von Fünfkirchen gewählt. Diese erste "offizielle" Symbol ist in der Grabkammer No.1. (Petrus und Paulus) und auch im altchristlichen Mausoleum gefunden worden. Während den Ausgrabungsarbeiten bei Grabkammer No.5. im Jahre 2000 wurde dieses Fragment - einer hängenden Lampe - gefunden. Vor der Schlacht von Pons Milvius am 28. Oktober 312 n.Chr., erschien dieses Symbol in der Vision des Kaisers Konstantinus mit den griechischen Wörtern "Touto nika" - "Gewinne in diesem Zeichen" In der Lateinischen Version: "In hoc signo vinces". Auÿer diesen erscheinen die griechischen Initialien von Christi (X=chi, P=rho) und noch zwei weitere griechische Buchstaben können in unserem Christogramm gesehen werden: A=Alpha, ?=Omega. Diese beziehen sich ebenso auf Christus: "Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende." (Offenbarung 21.6)
Sopiane
Die Geschichte der römischen Stadt Pécs / Sopianae geht auf das 2. Jh. n.Chr. zurück. Zu dieser Zeit entwickelte sich eine ländliche Siedlung mit einer günstigen Lage und angenehmem Klima südlich am Fuÿ der Mecsek-Berge. Die Siedlung lag bei der Straÿenkreuzung der nördlichen und südlichen Handelswege.
Diese frühe kleine Siedlung urbanisierte sich um das Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr. und sie wurde das Verwaltungszentrum der Provinz Valeria. Diese Provinz war eine der vier Subprovinzen von Pannonien und der Sitz des "praese" (=Statthalter).
Archäologische Ausgrabungen sind auf dem Gebiet der Stadt und des Friedhofs seit 200 Jahren durchgeführt worden. Die erste Grabkammer wurde im Hof des "Nagy Lajos" Zisterziensergymnasiums zu Beginn des 18. Jahrhunderts gefunden. 1782 wurde die Grabkammer Petrus und Paulus auch ausgegraben. Seitdem ist der spätrömische Friedhof von Sopianae von Wissenschaftlern und Bürgern allgemein bekannt. Von dem mehr als halbem Dutzend ausgegrabenen Gebäuden sind die Grabkammer mit dem Krug, das altchristliche Mausoleum und die Grabkammer Petrus und Paulus zu besichtigen. Andere Gebäude wie z.B. Cella Trichora oder Cella Septichora (ihre maÿstabgerechten Maketten sind in der archäologischen Sammlung des Janus Pannonius Museums zu sehen) können zur Zeit nicht besichtigt werden. Der groÿe Friedhof liegt nördlich der früheren römischen Siedlung. Im 4. Jahrhundert war es üblich, Friedhöfe auÿer der Siedlung aber nah dem bewohnten Gebiet zu bauen. Aufgrund der christlichen Symbole auf den Wandgemälden in den Gebäuden, die hier ausgegraben wurden, können wir annehmen, dass der Friedhof von Sopianae aus der altchristlichen Zeit stammt. Auÿer den eindeutig christlichen Symbolen wie z.B. das Christogramm, der Taube, der Weinkrug, der Pokal, auch biblische Szenen (Adam und Eva, der Prophet Daniel und die Löwen, Anbetung der drei Weisen aus dem Morgenland, Jonas) erscheinen an den Wänden der Grabkammern . Diese sind ähnlich zu denen, die in den Katakomben von Rom gefunden wurden. Der Krug und der Pokal symbolisieren das Begrabungsfest oder die Eucharistie. Das oft erscheinende Christogramm bezieht sich auf die persönliche Anwesenheit Christi und es ist ein beliebtes Muster auf Schmuckstücken, Ringen, Ohrringen, die in den Gräbern gefunden wurden.
Grabkammer Petrus und Paulus - Szt. István Platz
Die Grabkammer No.1. (häufiger wird sie Petrus und Paulus genannt) wurde 1782 gefunden und sie ist wahrscheinlich das bekannteste altchristliche Gebäude in Pannonien. Es ist gar nicht überraschend, denn die ganze Wandfläche der intakten zweistöckigen Grabkammer wurde mit Wandgemälden dekoriert. An der Hauptwand dem Eingang gegenüber sind die Apostel Petrus und Paulus zu sehen, die auf das Christogramm zeigen. Das Christogramm symbolisiert die Anwesenheit Christi. An den Seitenwänden sind typische Grabkammergemälde zu sehen: Eine Reihe von biblischen Szenen: Adam und Eva, Noah, Anbetung der drei Weisen, Maria mit dem Jesuskind. An den Gewölben, reich mit pflanzlichen und Tiermotiven dekoriert, erscheinen vier Porträts in vier runden Medaillons. Die Restauration der Fresken, die vor 200 Jahren gefunden wurdenund die Rekonstruktion der ganzen Grabkammer wurde 2003 beendet. In der Nähe der Grabkammer Petrus und Paulus ist das kleinere, aber auch intakte Grabmonument No.4. zu finden, dessen Wände nicht mit Wandgemälden verziert wurden.
Grabkammer mit dem Krug
Die Existenz dieser Grabkammer ist seit dem 18.Jh. bekannt, aber die Ausgrabung wurde nur im 20. Jh. Durchgeführt. Das Gebäude hat nord-südliche Orientierung und es entsteht aus zwei Teilen: eine Kapelle wurde über das unterirdische Grab gebaut. Die Kapelle diente für Zeremonien oder Gedenkfeier des Verstorbenen. Viele Leidtragende konnten in der kleinen Kapelle nicht hineingehen, aber sie war für die Familie oder für einige Mitglieder der Gemeinde groä genug. Während der Ausgrabung wurde ein Doppelgrab in der Grabkammer des Gebäudes gefunden, das mit Stützwerk bestärkt wurde und es hatte keine Apsis. Die Seitenwände waren mit geometrischen und Blumenornamenten verziert, die den Garten Eden symbolisieren. In einer kleinen Nische in der nördlichen Wand wurden ein Krug und ein Pokal gemalt. Das Gemälde kann als Repräsentation der Eucharistie oder Refrigarium interpretiert werden. Die Grabkammer wurde um das Ende des 4. Jahrhunderts n. Chr. gebaut.
Altchristliches Mausoleum - Szt. István Platz
Das Mausoleum wurde 1975 gefunden, als eine künstliche Kaskade niedergerissen wurde. Die Fünfkirchner Bürger liebten die Kaskade sehr, aber sie wurde als technisch veraltet erklärt. Glücklicherweise kompensierte die in dieser Weise entdeckte altchristliche Grabkapelle für den Verlust der beliebten Kaskade. Als Folge der Ausgrabung ist eine kleine, einfache, einschiffige, nach Osten orientierte christliche Kapelle zu besichtigen. Die Kapelle wurde am Ende des 4. Jahrhunderts gebaut. Unter der Oberflächenstruktur, die als eine Kirche funktionierte, liegt eine Grabkammer verborgen, deren Wände überall mit Wandgemälden verziert sind. Der damalige Maler bemalte die östlichen und nördlichen Wände mit Gemälden. Der Prophet Daniel in der Löwenhöhle und die Szene von Adam und Eva im Garten Eden sind an den Wänden dargestellt. Es gibt kein Gemälde an der südlichen Seite, denn dieser Raum wird durch den aus dem 3. Jh. stammenden gemeiÿelten Marmorsarkophag beherrscht. Das Gebäude wurde rekonstruiert und erweitert während der römischen Periode, damit mehr Raum für weitere Begrabungen entstand. Die während der Ausgrabung gefundenen Gegenstände deuten darauf hin, dass das Mausoleum während der Völkerwanderung benutzt wurde.
Die altchristliche Grabkapelle - Apáca Str. 14.
Diese Kapelle, die im 4. Jh. erbaut wurde, hatte keine Grabkammer-Ebene. Ursprünglich diente das ganze Gebäude als Grabkammer. Aber um 390 n.Chr. wurde es rekonstruiert und ein Steinaltar wurde in der Apsis aufgebaut, also der Altarraum und die Setenschiffe waren durch einen kleinen Zaun getrennt. Seitdem diente das Gebäude nur als Kapelle und man legte drinnen keine Gräber mehr an. Und seit dieser Zeit fanden die Begrabungen drauÿen statt, wo die Bürger von Sopianae ihre Versorbenen in einfache, meistens Ziegelstein - oder Steingräber begruben. Dieser Typ der Grabkammern, wo eine Gruppe von Gräbern ein groÿes Zentralgebäude umgeben, ist für Sopianae charakteristisch. Von den mehr als 100 während den Ausgrabungen gefundenen Gräbern sind einige Ziegelsteingräber in situ - d.h. auf der ursprünglichen Stelle zu besichtigen. Die Photos an den Wänden zeigen den Vorgang der Ausgrabungen und die gefundenen Gegenstände den Besuchern. Die Grabkapelle darf nur nach extra Vereinbarung während den Öffnungszeiten der Archäologischen Sammlung des Janus Pannonius Museums besichtigt werden.
Dom:
An der Stelle des Dom stand die altchristliche Basilika. Sie wurde später erweitert und wurde die Unterkirche über das Heiligtum gebaut. Die Türmer wurden in den XI-XII. Jahrhunderten aufgebaut. Das Feuer zerstörte mehrmal die Kirche, deshalb wurde sie oft umgebaut. Am Anfang des XI. Jahrhunderts wurden die Seitenschiffe zugewölbt und wurden zwei neue Kapelle gebaut: die Kapelle der Schmerzhafte Jungfrau und die Kapelle von Corpus Christi. In 1345 wurde die Zuwölbung des Hauptschiffes durchgeführt. Die Wände wurden mit gotischen Freskos dekoriert. In den 1500er Jahren wurden mehr neue Freskos gemalt. Der Dom bekam den Rang ’Basilika’ von dem Papst Johannes der II. anlässlich seines Besuches in Ungarn. Der Dom steht am Szechenyi Platz. Er ist alltags von 9.00 bis 19.00, am Samstag von 9.00 bis 14.00, am Sonntag von 13.00 bis 17.00 geöffnet.
Altchristliches Mausoleum:
Adresse: 7621 Pecs, Szent Istvan Platz, tel: 72 312-719 Öffnungszeit: 10.00-16.00 jeden Tag, ausser Montag. Die Stadt Sopianae - die Urstadt von Pécs – entfaltete im II. Jahrhundert. Es ist das grösste Gebäude des altchristlichen Friedhofs aus dem IV. Jahrhundert. Die Oberstufe ist eine einschiffige Kirche, die Unterstufe ist ein mit Symbolen und Szenen aus der Bibel dekorierten Grabkammer. Der Friedhof der Stadt aus der Römerzeit zog sich über der heutigen Ferencesek Strasse bis zum Dom ausbreitenden Gebiet.
Barbakan Garten:
Der Barbakan Garten zieht sich vom Dom Platz westlich neben dem Bischofspalast entlang. Die Promenade führt zum altgotischen mit Schiessscharten versehenen ziehbrückigen Barbakan.
Stadtmauer:
Der kleinere Abschnitt der Burgmauer ist aus der Klimo Gyorgy Strasse auch zu sehen, wo neben der renovierten Mauer ein Promenade mit Park angelegt wurde.
Franziskaner-Kirche:
Der franziskanische Orden war schon im XIII. Jahrhundert in Pecs tätig. Ihr Kloster und ihre Kirche wurden von den Türken umgebaut. Der türkische Weltreisende, Evlia Cselebi liess Beschreibung über die Hochschule, das Dschami und das Bad von Pascha Memi auf die Nachwelt. Nach der Befreiung von der türkischen Herrschaft gelangte das Dschami und das Gebäude des ehemaligen Klosters in den Besitz des Franziskaners zurück. Man kann die Franziskaner-Kirche am Korhaz Platz besichtigen.
Das Dschami von Jakovali Hasszan Pascha:
Das ist die einzige unversehrte türkische Kirche in Pecs. Neben dem Dschami erhebt sich noch das Minarett auch hier. Rund um das Dschami entfaltete sich ein klein Stadtteil, der ein wichtiges Zentrum des Islams in Ungarn bildete. In seiner Medress (Hochschule) studierten Studenten und verkehrten Pilger aus fernen Ländern in seinen Klostern. Nach der Behebung des türkischen Herrschaftes vermeidete das Aussen des Dschamis den Umbau und wurde das Innere erst zur christlichen Kirche umgebaut. Das Dschami liegt in der Nähe vom Korhaz Platz. Es ist im ganzen Jahr geöffnet.
Das Grabdenkmal von Idrisz baba:
Das Grabdenkmal von Idrisz baba steht auf dem Rokus Hügel im Garten des Kinderkrankenhausses in malerischer Umgebung. Nach den einander widersprechenden zeitgenössischen Quellen war Idrisz baba Arzt oder Hellseher von Beruf. Eins ist sicher: er lebte im zweiten Teil des XVI. Jahrhunderts in Pecs. Er kam wahrscheinlich mit den Eroberen oder mit den ersten Einwanderern in unsere Heimat. Nach seinem Tod wurde der in seinem Leben berühmte Arzt als Heilige verehrt und pilgernten vielen zu seinem Grab.
Dschami:
Am Hauptplatz von Pecs, am Szechenyi Platz steht die Innenstadtkirche, das ehemalige Dschami von Gazi Kaszim Pascha, das in Ungarn der monumentalste Bau der türkische Architektur ist. Im Mittelalter stand hier die Pfarrkirche Sankt Bertalan, die sich nach mehreren Umbauarbeiten zum Dreischiffigen erweiterte und wurde die zweitgrösste Kirche der Stadt. Es ist von 16. April bis 14. Oktober geöffnet zwischen 10.00 und 16.00 Uhr.
Synagoge:
Von 1865 bis 1869 wurde die Synagoge am Kossuth Platz gebaut. Die Architekten: Frigyes Feszl, Karoly Gerster, Lipot Kauser. Sie ist im Stil Romantik. Ihre Orgel wurde in der Angster Fabrik in Pecs gebaut. Um die Uhr herum steht eine Aufschrift: „Nennen alle Völker sie Bethaus”.
Pinter Garten:
Öffnungszeit: von 1.Mai bis 30. September Samstag-Sonntag und Feiertag: 10.00-18.00, alltags nach vorige r Anmeldung. Die für submediterranische Wirkungen ausgesetzte Gebirge Mecsek ist an botanischen, zoologischen und geologischen Werte ein sehr reiches Gebiet. Deshalb ist die ausgezeichnete Aufgabe der Verwaltung des Nationalparks Duna-Drava der erhöhte Schutz, die Förderung des Fortbestandes dieser Werte ebenso auf den geschützten und ungeschützten Gebieten der Gebirge. Das Zentralgebäude der Verwaltung liegt in der Nähe vom Pintér Garten.
Misina-Spitze:
Auf der Misina-Spitze steht der 176m hohe TV-Turm. Bei günstigem Wetter kann man aus dem Ringaussichtsturm weit sehen. Wir können in der Richtung Süd die Stadt, bzw. den Baranyaer Hügelrücken, ferner die Villanyer Gebirge bewundern. In der Richtung Ost erhebt sich der Zengo, im Westen der Tubes, im Norden der Mecsek.
Terrarium-Aquarium:
Der Kulturpark Mecsek wurde am 22. August in 1985, an der 25. Jahreswende der Institut mit einem neuen landesweit einzigartigen Objekt – vielmehr hinsichtlich seiner Plazierung in Europa auch – reicher.











